Kulturtreffen der Frauen im Niederfeld
Das Projekt „Kulturtreffen der Frauen im Niederfeld“ bot ein regelmäßiges gemeinsames Frühstück für Frauen mit türkischstämmigem Hintergrund an, während ihre Kinder im Kindergarten bzw. in der Schule waren, so dass sie sich in Ruhe auf den Austausch und neue Ideen konzentrieren konnten. Bei den Treffen wurden alltägliche Probleme und Themen wie Integration, Kontakte zu Nichttürkinnen sowie die Verbesserung der Wohnsituation diskutiert.
Aufgrund des jahrelangen Kontaktes, den die Projektleiterin Fr. Oluk zur Zielgruppe bereits zuvor hatten, wurde das Projekt schnell bekannt. Den angesprochenen Frauen hatte ein Treffen gefehlt, bei dem sie ihre Probleme besprechen konnten, und die Gruppe verstand sich von Anfang gut; so wurde das Angebot rege wahrgenommen, und die Anzahl der Teilnehmerinnen stieg stetig. Die Treffen fanden schließlich regelmäßig mit mindestens 25 Frauen statt.
Das Projekt hat gemeinsam mit dem Projekt „Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten“ (s. S.12) einen Tag der offenen Tür angeboten, zu der auch die Bürgermeisterin Fr. Nonn-Adams eingeladen war. Im Gespräch mit ihr konnten ihr Wünsche und Ideen genannt werden. Auch Sprecher der Ortspolizei, Mitarbeiter der Caritas, städtische Sozialarbeiter und die Presse waren anwesend und stellten sich und deren Aufgaben den Teilnehmerinnen vor. Diese Aufmerksamkeit ermutigte die Frauen, gemeinsam daran zu arbeiten, ein friedliches Zusammenleben der Kulturen zu ermöglichen.
Die Frauengruppe beabsichtigt ihre Beteiligung an einem Straßenfest, wovon sie sich den Aufbau eines besseren Zugang es zu deutschen Frauen erhoffen. Während der Projektlaufzeit hat in Seligenstadt kein öffentliches Fest stattgefunden. Weiterhin werden Referenten zu verschiedenen Themen wie Drogen, Kriminalität oder Weiterbildung eingeladen.
Aufgrund der Bedeutung für die Teilnehmerinnen und das gute Funktionieren der Gruppe, wollen die Frauen sich künftig weiterhin treffen und gemeinsam Aktivitäten umsetzen.
Projektträgerin
Tülün Cinetcioglu