Tagesmütter international
Das Projekt sollte bei beschäftigungslosen Frauen aus sozial schwachem Umfeld und mit Migrationshintergrund Interesse an einer Ausbildung zur Tagesmutter wecken, sie auf eine solche vorbereiten und sie somit dem Arbeitsmarkt zuführen.
Geplant waren vier 2-stündige Vorbereitungskurse, in denen das Berufbild vorgestellt und geklärt wird, ob die Anforderungen an die Tätigkeit und die Lebenssituation der Teilnehmerinnen zusammenpassen. Darüber hinaus sollten die Werte und Normen der Kindererziehung, die die Teilnehmerinnen in ihren Herkunftsländern erfahren haben, im Vergleich zu den in Deutschland üblichen betrachtet werden.
Das Projekt wurde über Verteiler und auf Flyern in deutscher, türkischer und russischer Sprache beworben, außerdem durch persönliche Ansprache. Zudem wurde Erste-Hilfe-Kurs für Maßnahmen bei Kinder angeboten, der als Brücke zur Ansprache gedacht war und angenommen wurde.
Dennoch verlief die Teilnehmerinnen-Aquirierung leider weitgehend erfolglos; bei möglichen Teilnahme-Kandidatinnen bestehen oft erhebliche Ängste, z.B. vor dem nötigen Umgang mit Ämtern. Mehrere bereits vereinbarte Termine kamen so nicht zustande. Daher stellt sich die Frage, ob die Zielsetzung des Anstoßes eines Ausbildungsweges für ausländische Frauen, die noch sehr unsicher sind, vielleicht noch zu hoch angesetzt ist.