Konfliktberatung
Implementierung des interkulturellen Netzwerks der Konfliktberater/-innen im Stadtteil

 

Im Rahmen der 1. LOS-Förderperiode in Seligenstadt-Nord wurden 5 Konfliktberater/innen zur Beratung und Vermittlung in nachbarschaftlichen Konflikten geschult. Darauf aufbauend, sollten nun die Möglichkeiten der Konfliktberatung im Stadtteil besser bekannt gemacht und ein Netzwerk für Konfliktmanagement aufgebaut werden.

Vorgesehen war die Veranstaltung von Kurzworkshops zum Thema „Konflikte in der Nachbarschaft - Übernahme von Verantwortung in der Hausgemeinschaft und im Stadtteil“, bei denen die Bewohner/innen Seligenstadt-Nords ihre Wahrnehmung des Zusammenlebens im Stadtteil bzw. in Hausgemeinschaften und die auftretenden Konflikte schildern konnten. Die Konfliktberater/innen sollten dabei anwesend sein, Möglichkeiten für den Umgang mit Konflikten aufzeigen und ihr Angebot vorstellen.

Einer dieser Workshops fand mit 7 Teilnehmenden statt. Dabei wurden Ideen gesammelt, wie das Zusammenleben auch im Fall von Konflikten besser gestaltet werden kann; außerdem erwies sich, daß es sehr hilfreich ist, wenn eine Person als verantwortliche/r Ansprechpartner/in für das Funktionieren einer Hausgemeinschaft zur Verfügung steht.

Die Qualifizierung der in der letzten Förderperiode geschulten Konfliktberater/innen sollte vertieft werden, indem sie unter Begleitung einer Trainer/in und eigenständig Mediationen durchführten und so Praxiserfahrungen sammelten. Darüber hinaus sollten sie Supervision zu ihrer Falltätigkeit erhalten.

Für einen Konfliktfall wurde eine Mediation begonnen: ältere Bewohner/innen eines Hauses fühlten sich gestört durch den Lärm, den Jugendliche beim Fußballspielen auf einer benachbarten Wiese erzeugten; die Jugendlichen wiederum empfanden die Ansprache durch die betroffenen Bewohner/innen als unfreundlich. Erste Kontakte mit den Betroffenen - den Bewohner/innen, Jugendlichen und ihren Eltern - stießen auf Gesprächsbereitschaft.

Da die meisten bisher geschulten Konfliktberater/innen dann aber aus dem Projekt ausschieden, wurde dieser Prozeß nicht fortgeführt. Dadurch konnten auch die weiteren beabsichtigten Maßnahmen nicht durchgeführt und so die Ziele des Projektes nicht erreicht werden.

Gefördert vom

Projektträger

Silke Sauer / Stefan Zech
Burg Str. 53
60389 Frankfurt

 

Ihre Ansprechpartner:

Stefan Zech / Silke Sauer

Silke Sauer
Tel. 069 -94 50 84 30

s.sauer-mediation@gmx.de